Der Blog bei Drucknatür

An dieser Stelle werden wir von nun an Interessierte rund um ökologische Drucksachen informieren.

Marcel Spinnler, der Geschäftsinhaber von Druckform, wird hier regelmässig berichten, philosophieren und lamentieren. Reaktionen und Anregungen, Kommentare und Lob werden gerne unter marcel.spinnler@druckform.ch entgegengenommen.

Druckform ist die Ökodruckerei, welche hinter dem Portal von Drucknatür.ch steht.

Unterhaltsames Promotionsvideo

Das Thema Recyclingpapier kann auch unterhaltsam und witzig thematisiert werden.

https://vimeo.com/166925090?utm_source=CleverReach&utm_medium=email&utm_campaign=07-09-2016+urwaldfreundlich&utm_content=Mailing_10210325

Kurz reinschauen!

Viel Vergnügen.

Interessanter Artikel zum ökologischen Irrsinn

Ein Interessanter Artikel zum ökologischen Transport-Irrsinn. Das gilt nicht nur für Bücher, sondern für Drucksachen allgemein und natürlich auch noch für viele andere Produkte.

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/die-irrwitzige-reise-eines-buches/story/22366180 

Mit der Feststellung, dass die Ursache für weite Wege und möglichst billige Einkäufe in der Aufhebung des festen Buchpreises liegt, bin ich aber gar nicht einverstanden. Verlage würden auch bei einem festen Buchpreis möglichst billig einkaufen wollen. Da liegt die Ursache wohl schon eher darin, dass mit dem Internet solche Abläufe einfacher möglich sind. Auch diese Entwicklung hat in etwas vor 9 Jahren begonnen.

FineArt-Prints: Fotodrucke und Plakate

Neu im Shop: Grossformatige FineArt-Prints  Da ich auch als Fotograf tätig bin, haben mich früher Fotoabzüge und heute feine hochwertige Fotodrucke immer fasziniert. Wer selber noch im Labor stand, kennt den wunderschönen Griff und die besonders tiefen Schwarztöne, die sich auf ein Barytpapier zaubern liessen. Ein sehr ähnliches Papier mit fast identischem Resultat im Druck bietet Hahnemühle mit dem «Baryta FB» an. Wir haben dieses Papier nun auch im Angebot bei den «FineArt-Prints». Ein ebenfalls sehr verblüffendes Papier ist das «William Turner». Dieses Papier fühlt sich extrem rauh an. Trotzdem ist es erstaunlich, wie feine Abstufungen und Details sich mit unserem Epson Surecolor mit elf! Farben der UltraChrome HDX Pigment-Tintenset drucken lassen. Das Gerät ist erst seit diesem Monat erhältlich und druckt in höchster Qualität. Auch Schwarzweiss-Drucke lassen sich in einer Qualität herstellen, die mit analogen Laborabzügen den Vergleich nicht scheuen müssen.

Wir drucken damit bis 110 cm breit und «endlos» lang, ab Rolle!

Wir stellen Ihnen damit auch günstige Plakatdrucke bis zum Format A0 her.

Das Ganze Angebot mit diversen Formaten und Papieren finden Sie in der Rubrik «Fine Art Prints»

Ach herrjeh! Das stimmt doch schon seit ewigen Zeiten nicht mehr.

www.fups.ch/Zeitschrift

Altpapier staubt nicht!

Recyclingpapiere für die grafische Industrie werden schon seit Jahrzehnten, vor allem im Zeitungsdruck, eingesetzt. Vor gut 30 Jahren wurde in der Schweiz ein Verfahren zur Produktion von Recyclingpapier entwickelt, das den Einsatz auch für anspruchsvollere Drucksachen ermöglichte. Das Papier war schon damals bestens für den Offsetdruck geeignet, auch wenn man diverse kleine Abstriche in der Qualität machen musste. Die Verleimung war anfangs noch nicht optimal, Einschlüsse konnten vorkommen und manchmal fanden wir sogar kleine Löcher in den Bogen. Das war in der prähistorischen Phase des Recyclingpapiers. Seit mindestens 30 Jahren ist die angebotene Qualität vergleichbar mit vielen anderen Frischfaserpapieren.

Es ist unglaublich, aber das verstaubte Image (im wahrsten Sinn des Wortes) will sich nicht auflösen. Diese Woche war wieder ein Techniker wegen unsere Couvertiermaschine bei uns. Er sah sich unsere Couverts an und bemerkte, dass diese erstaunlich wenig stauben, obwohl aus Altpapier. Die Kopiermaschinen-Mechaniker sähen dieses Papier ja gar nicht gerne bei Ihren Geräten im Einsatz, fügte er noch an. Ich war bestürzt. Gibt es das tatsächlich immer noch. Seit 30 Jahren bedrucke ich Papier, welches zu 100% aus Altpapier hergestellt wird. Und zwar im Offset wie auch digital mit tonerbasierten Systemen. Keine bisher eingesetzte Maschine hat irgendwelchen Schaden genommen. Einfach unfassbar. Ich schreie es ins weltweite Netz hinaus:

Recyclingpapier staubt nicht!!!!

Uns berichten immer wieder Kunden, dass der Techniker ihres Kopierers das eingesetzte Altpapier als schädlich für ihr Gerät bezeichnen. Das ist schlicht gelogen und dient im besten Fall als Ausrede für ein Problem, das ganz bestimmt woanders liegt. Und falls Sie das nicht so ganz glauben, dann fragen Sie mal einen Verkäufer eines beliebigen Anbieters für Kopiersysteme. Erklären Sie ihm, dass sie ein Gerät kaufen möchten, welches Recyclingpapier problemlos verarbeitet. Jeder Verkäufer wird Ihnen sofort sein Gerät als besonders geeignet für Recyclingpapiere anpreisen. Und das zurecht.

Papier staubt! 

Was soll das nun wieder, werden Sie sich fragen? Jetzt hat der doch grad erklärt, dass dem nicht so sei. Naja, es muss eben doch etwas relativiert und in den richtigen Zusammenhang gebracht werden. Recyclingpapier staubt nicht mehr als jedes andere Papier, denn: Jedes Papier staubt, wenn es mechanisch beansprucht wird. Durch die klebrige Farbe, durch Einwirkung von Druck, durch Einwirkung von Wasser (Offsetdruck) oder Wärme (Digitaldruck) können feine Partikel aus dem Papier herausgelöst werden, die sich dann irgendwo, meist in der Maschine, wieder ablagern können. Das ist dann der viel zitierte Staub. Aber nochmal: Das ist bei jedem Papier so, sogar bei gestrichenen, sogenannten Hochglanz-Papieren. 

Diesem Kampf gegen Vorurteile, so muss man das wohl nennen, widmet sich die Zeitschrift «Papier & Umwelt» des Vereins Ecopaper. Die Zeitschrift informiert seit Jahren sehr kompetent zum Thema. Ein Verein, der leider immer noch zu wenig bekannt ist. Eine Mitgliedschaft inklusive dem Abo der Zeitschrift kann ich wärmstens empfehlen! www.ecopaper.ch

Die Zeitschrift erscheint viermal pro Jahr und wird selbstverständlich in in einer der ökologischsten Druckereien hergestellt ;-)

 

 

Neuer Partner CO2-Kompensation

Neuer Partner für die CO2-Kompensation Eine CO-neutrale Produktion von Drucksachen ist nicht möglichh. Allerdings kann man den CO2-Ausstos eines Produktes (wenigstens annähernd) berechnen. Dieses CO2 lässt sich heute über verschiedene Projekte neuralisieren. Die Bezeichnung «Ablasshandel» ist nicht allzu weit hergeholt. Trotzdem finde ich es gut, dass damit auf eine wichtige Problematik hingewiesen wird. Wir haben uns ab diesem Jahr neu für die Zusammenarbeit mit einem kleinen aber feinen Projekt entschieden. Beim Projekt Solafrica kann man schon länger seine Flugkilometer neutralisieren lassen. Wir sind nun das erste Unternehmen, dass mit diesem Projekt auch für die Neutralisation eines Produktionsprozesses zusammen arbeitet. Wir kennen viele der Menschen, die sich bei dem Projekt engagieren und dort arbeiten persönlich und haben zu Ihnen eine freundschaftliche Beziehung und viel gegenseitige Sympathie. Ein Super Projekt. Mehr Informationen bei: www.solafrica.ch

Der ökologische Rückschritt

UV Druck – Eine Branche wirft ihre ökologischen Fortschritte über Bord

1997 habe ich die ökologische Druckerei Druckform gegründet. Ökologie war damals in der Branche kein Thema. Umweltschutzpapier weitgehend unbekannt. Meine Diplomarbeit an der Technikerschule (heute Fachhochschule für Medienwirtschaft) widmete ich einem Ökokonzept für meine junge Druckerei. Einiges ist seither auch in der Druckbranche geschehen. Plötzlich wollten alle FSC-zertifizieren, hatten Recyclingpapiere ins Angebot aufgenommen und boten klimaneutrale Drucksachen an. Sogar zu VOC-reduziertem Drucken liessen sich einige Druckereien überreden. Eine an und für sich gute Entwicklung scheint sich aber nun als reines Marketing ohne entsprechendes Engagement zu offenbaren. Seit ungefähr 3 Jahren werden neue Maschinen in der Schweiz fast nur noch in der Variante für den UV-Druck neu angeschafft. Und dann wird geworben, dass man damit Naturpapiere excellent bedrucken kann. Das klingt doch ganz nach Natur und Ökologie.

Völlig falsch: In der UV-Technologie werden spezielle Druckfarben mit sogenannten Fotoinitiatoren verwendet, damit sie unter dem UV-Licht (die Druckmaschine hat eine zusätzlichen Trockner) sofort reagieren können und härten. Es findet eine Polymerisation statt. Die Farben sind vor der Härtung hochgiftig und es müssten alle, die damit in Kontakt kommen, Schutzkleidung mit Handschuhen und Brille tragen. Farbabfälle müssen als Sondermüll entsorgt werden. Auch Altpapier wird damit statt zum wieder verwendbaren Rohstoff zum Sondermüll. Zudem wirbt die Druckmaschinen-Industrie noch mit dem Begriff LE-UV-Technologie. LE steht dabei für «Low-Energie»(tiefer Energiebedarf). Dieser Energiebedarf ist aber alles andere als tief. Die Trocknungsenergie, eben diese UV-Strahlen zur Polymerisation, wird dem Druckprodukt zusätzlich zugeführt. Das LOW bezieht sich nur auf den schon länger bekannten konventionellen UV-Druck, der mit noch wesentlich höherer Energie betrieben wird.

Diese Entwicklung machen wir selbstverständlich nicht mit. Wir drucken seit eh und je mit Farben aus nachwachsenden pflanzlichen Rostoffen, alkolhol- und VOC-frei und nehmen ein paar Stunden längere Trocknungszeiten in Kauf. Ökologie ist bei Druckform Engagement und Leidenschaft, nicht Marketing und Verkaufsstrategie.

Neues Digitaldrucksystem bei Druckform

Jetzt können Sie auch Kleinauflagen bestellen

Dank einem Digitaldrucksystem, das in sehr guter Qualität druckt und welches Papiere bis zu 350 g/m2 verarbeiten kann, bieten wir Ihnen jetzt im Shop auch kleine Auflagen an. Ab sofort können Sie Visitenkarten schon ab 50 Stück bestellen. Die Liste wird laufend ergänzt. 

Geplant sind in nächster Zeit:

Falzkarten als neues Produkt

Plakate im A2-Format

Broschüren im A4 Format

Unser Shop wird laufend ausgebaut werden. 

Was sind eigentlich die Unterschiede zwischen Digitaldruck und Offsetdruck?

Wasserspiegelung

Beide Verfahren haben Ihre Stärken!

Für kleine Auflagen ist der Digitaldruck da, bei grossen Auflagen wird der Offsetdruck gewählt. Das ist eine vereinfachte Formel. Es gibt aber noch weitere Unterschiede. Auch in der Qualität und in der Wirkung, sowie dem sinnvollen Einsatz gibt es Möglichkeiten, die für das eine oder das andere Verfahren sprechen.

Um im Offsetdruck produzieren zu können, braucht es Druckplatten. Die Druckplatten werden in der Druckmaschine eingespannt, die Farbe wird eingestellt und die ersten Abzüge werden gemacht. Die verschieden Farben müssen in der Maschine haargenau aufeinander eingepasst werden. Dies alles dauert seine Zeit. Auch ist die Farbbalance im Offsetdruck eine labile Angelegenheit. Es braucht einige Papierbogen, bis die Farbe stabil ist. Deshalb ist der Aufwand bis zum ersten guten Papierbogen relativ gross. Ist aber dann alles mal eingerichtet, erreichen wir im Offsetdruck hohe Fortdruckgeschwindigkeiten. Das heisst, dass die ersten Bogen relativ teuer in der Herstellung sind, mit zunehmender Auflagenhöhe entstehen dann aber nur noch geringe Kosten.

Im Digitaldruck (Farblaser) schicken wir die Datei auf den Drucker und haben sofort einen ersten Papierbogen, den wir meistens schon verkaufen können. Das sind auf einen einzelnen Bogen noch relativ geringe Kosten. Die Digitaldruckmaschine ist dann aber wesentlich langsamer und der Toner, der Verschleiss von Bildtrommel und Fixiereinheiten ist gross. Das heisst, dass die Kosten pro Exemplar auch bei höheren Auflagen fast gleich hoch bleiben.

Das ergibt dann je nach Produkt irgendwo einen Schnittpunkt, ab dem der Offsetdruck günstiger als der Digitaldruck wird. Bei unseren Maschinen liegt diese Schnittpunkt um die 200 bis 300 Stück. Das hängt aber wie gesagt auch vom Produkt ab, vor allem von dessen Format. Bei Visitenkarten können wir 1000 Ex. immer noch günstiger im Digitaldruck herstellen.

Es gibt aber nicht nur Unterschiede in der Rentabilität. Folgende auflageunabhängige Unterschiede gibt es weiter:

Das Druckbild wirkt nicht genau gleich. Im Offsetdruck dringen die Farben ins Papier ein. Die Oberfläche des Papiers bleibt dabei weitgehend für die Haptik erhalten. Das Bild wird samtig matt. Beim Farblaserverfahren wird der Toner auf das Papier aufgetragen und dann mit Hitze fixiert. Wenn eine Fläche gedruckt wird, bildet der Toner einen Belag, der auch auf Naturpapieren einen Glanz erzeugt. Dies kann positiv oder negativ interpretiert werden. Die haptische Anmutung des Papiers (vor allem bei Naturpapieren) wird überdeckt. Dafür sind die Farben etwas brillanter, da das Papier die Farbe nicht «schluckt».

Personalisieren, zum Beispiel adressieren, ist nur im digitalen Verfahren möglich. Im Digitaldruck wird das Bild mit jedem Abzug neu aufgebaut. Das erlaubt eine Personalisierung, ohne dass dadurch Mehrkosten entstehen. Wenn eine Drucksache personalisiert werden soll, kann sich deshalb der Digitaldruck auch bei hohen Auflagen aufdrängen.

Die Materialvielfalt ist beim Offsetdruck höher. Wir können alle Papiere, Folien und Kartons bis 0,8 mm Stärke bedrucken. Im Digitaldruck liegt die Grenze bei ca. 0,35 mm.

Sonderfarben wie Pantone, Gold, Silber und Kupfer sowie Lack können nur im Offsetdruck aufgetragen werden.

Es gibt also verschieden Anforderungen, die die Entscheidung für den Offsetdruck oder den Digitaldruck beeinflussen. Für beide Verfahren haben wir in unserer Druckerei leistungsfähige Maschinen.

Was macht ökologisches Drucken aus?

Entscheidend ist die Wahl des Papiers!

Der Ressourcenverbrauch beim Druckprodukt entsteht zu mehr als 90% ausserhalb der Druckerei. Deshalb sind die verwendeten Materialien entscheidend und von diesen ist das eingesetzte Papier der Hauptfaktor.

In diesem Webshop bieten wir 3 verschiedene Papiere an, die alle zu 100 % aus Altpapier hergestellt sind. Diese Papiere haben nichts mehr mit den früher verbreiteten grauen und etwas tristen Umweltschutzpapieren gemein.

Das Cocoon ist ein hochweisses Naturpapier. Es fühlt sich sehr weich und voluminös an. Dieses Papier ist sehr nahe an einem normalen weissen Offsetpapier. Die meisten Menschen werden darin nicht ein Reyclingpapier vermuten.

Das Cyclus Offset ist ein sogenannt naturweisses Papier. Es hat einen eierschalenweissen, leicht beigen Farbton. Wenn Sie mit Ihrer Drucksache zeigen wollen, dass sie Recyclingpapier einsetzten, empfehlen wir Ihnen dieses Papier.

Das Cyclus Print hat den gleichen Farbton, wie das Cyclus Offset. Es ist aber kein Naturpapier, sondern ein leicht gestrichenes Papier. Das heisst, dass in der Herstellung ein sogenannter Strich aufgetragen wird (aus unbedenklichen Bestandteilen, zur Hauptsache Kalk). Dieser Strich macht eine geschlossene Oberfläche. Die Farben dringen dadurch weniger in das Papier ein. So können etwas schärfere Druckbilder und eine intensivere Farbwiedergabe erreicht werden. Dieses Papier ist aber weniger gut geeignet, wenn man es beschreiben will und es fühlt sich glatter an, als ein Naturpapier. Es ist sehr geeignet für Plakate und Flyer.   Fordern Sie bei uns Papiermuster an. Wählen Sie aus 3 ökologischen Papieren Ihr Lieblingspapier aus und beachten Sie die Hinweise «So funktioniert's», dann können wir Ihre Drucksache effizient, günstig und in hoher Qualität herstellen. Und selbstverständlich konsequent ökologisch.